Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen

Die Antigone des Sophokles

nach der Hölderlinschen Übertragung für die Bühne bearbeitet von Bertolt Brecht

Theben ist im Krieg. Kreon, König der Stadt, führt einen verlustreichen Raubzug gegen das an Bodenschätzen reiche Argos. Antigone verliert ihre beiden Brüder auf dem Schlachtfeld: Eteokles fällt im Kampf für Kreons Sache. Ihr jüngerer Bruder Polyneikes wird bei dem Versuch aus der Schlacht zu fliehen, von Thebens Herrscher selbst getötet. Mit einem neuen Gesetz verfügt Kreon, den Deserteur Polyneikes unbeerdigt vor den Toren der Stadt verwesen zu lassen. Doch Antigone widersetzt sich, indem sie eigenmächtig die Bestattung übernimmt. Die angedrohte Todesstrafe fürchtet sie nicht; diese Welt zu verlassen, ist für sie keine Katastrophe mehr.

In Brechts 1948 uraufgeführter Version der „Antigone“ kämpft seine Protagonistin nicht mehr gegen ein übermächtiges Schicksal, sondern gegen den Irrsinn des Ausnahmezustands, der zur Regel zu werden droht. 

 

Presse

„Juliane Kann flankiert die hohe klassische Sprache mit betont körpersprachlichem Witz und - vor allem bei Kreon selbst - extrem heutigen, sofort verständlichen und flunkernden Gesten. Kontraste, Brechungen, die das Ferne nahe herholen. Nicht als Ausstattung eines psychologisch fein ausgebildeten Charakters. Sondern als Darstellung eines Typus. Man soll verstehen, wie er tickt.“ Schwäbisches Tagblatt

„Juliane Kann scheint mit den Schwierigkeiten ihrer Vorlage zu spielen: Antigone als antike Urfigur zivilen Ungehorsams; Brechts Versuch, ihre Geschichte auf den Nationalsozialismus zu beziehen; die zerfallende Schrift an der Wand; das Schweigen, Sprechverbot – aber die Regisseurin gibt das Stück, das sie so streng und vieldeutig inszeniert, zugleich ganz in die Hand ihrer Schauspieler, die in diesem leeren Bühnenraum im Halbschatten der Scheinwerfer Antigone mit bemerkenswerter Ausdruckskraft beleben.“ Reutlinger General-Anzeiger

 

 

Regie

Juliane Kann

Bühne und Kostüme

Vinzenz Gertler

Dramaturgie

Laura Guhl

BESETZUNG

Antigone / Chor Lisan Lantin
Ismene / Chor Mattea Cavic
Kreon / Chor Rolf Kindermann
Hämon / Chor Nicolai Gonther
Tiresias / Chor Sabine Weithöner
Wächter / Chor Gilbert Mieroph

Einführung

halbe Stunde vor Beginn | Besucherzentrum des SWR

 

Nachgespräch

im Anschluss an die Vorstellung | Besucherzentrum des SWR

 

Information

Dieses Stück hat keine Pause.

Preise

24 Euro / 12 Euro

SWR Studio 5


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