Theaterhaus Stuttgart

Die deutsche AyŞe

von Tuğsal Moğul

„Mama, mach mal die Kühlschranktür auf und jetzt die Tür vom Tiefkühlfach, nimm das ganze Fleisch und Eis da raus und stecke jetzt mal deinen Kopf da hinein und bleibe eine Minute in dieser Position: So kalt ist Deutschland. Keine Sonne, viel Regen, und alle Leute am Arbeiten.“

Drei türkische Frauen aus der ersten Einwanderergeneration. Sie kommen in ein fremdes Land, das so ganz anders ist, als ihre Vorstellungen davon waren. Sie wollen nicht lange bleiben, und stehen doch vor der Herausforderung, sich mit ihrer neuen Heimat anzufreunden. Wie schwer ist es, sich in ein anderes Land zu integrieren? Und was tut dieses Land dafür? „Die deutsche Ayse“ ist ein szenischer Beitrag zur immer wieder aufflammenden Debatte um das Gelingen von Integration. Autor Tuğsal Moğul portraitiert in seinem Stück drei starke Frauen, deren Lebensläufe auf der Bühne für sich selbst sprechen.

Tuğsal Moğul wurde 1969 in Neubeckum geboren. In seinem am Theater Münster uraufgeführten Stück montiert er eigene Erinnerungen und die von ihm mit Einwanderern geführten Interviews zu einer lebensfrohen Revue über die Anfänge der Migration in Deutschland. Publikumspreis & Preis der Jugendjury beim NRW-Theatertreffen 2014.

Mit freundlicher Unterstützung von Kästner Optik

„Was das Stück so angenehm macht: Es bildet die Realität ab, fern von ideologischen, kulturellen oder religiösen Diskussionen. Es erzählt einfach von drei Menschen, die Gutes und Schlechtes hinter sich ließen um Schlechtes und Gutes anderswo zu erfahren.“ Ludwigsburger Kreiszeitung

„Die deutsche Ayse“ ist ein Stück, in dem sich die Perspektiven verschieben, das einlädt zur Identifikation mit der fremden Kultur, dazu, die eigene, deutsche Kultur als fremd zu empfinden für Augenblicke.“ Stuttgarter Nachrichten

„Das Theaterhaus hat schon lange ein multikulturelles Ensemble, mit „Die deutsche Ayse“ , (ausgesprochen wie die deutsche Eiche) geht es nun offensiv einen Schritt weiter und will auch das Publikum stärker mischen, weshalb die Inszenierung von Janet Stornowski sehr populär und unterhaltsam aufbereitet ist. Da wird den Zuschauern Raki gereicht, da darf mitgesungen, mitgeklatscht, mitgetanzt werden: ein niederschwelliges Theaterangebot, das den Einstig für alle leicht macht.“ Stuttgarter Zeitung

Regie

Janet Stornowski

Bühne und Kostüme

Gudrun Schretzmeier

SPRACH- UND GESANGSCOACHING

Dilan Dogan

DRAMATURGIE

Thomas Richhardt

Besetzung

Larissa Ivleva
Katja Schmidt-Oehm
Esra Ugurlu
Yavuz Köroglu

REGIEASSISTENZ

Brigitte Luik

KOSTÜMASSISTENZ

Carmen Schmötzer

BÜHNENBILDASSISTENZ

David Fitzgerald

BÜHNENBAU

Marc Dobmaier, Max Hochreiter

REQUISITE

Beate Mergel

ANFERTIGUNG KOSTÜME

Kerry Rees, Christine Lange, Irina Haisch,
Naemi Eisenbeiß, Carmen Schmötzer

TECHNIK

Martin Hartnagel, Gunnar Hälsig, Jens Fischinger, Thomas Burghardt

Einführung

eine halbe Stunde vor Beginn | Besucherzentrum des SWR

 

Nachgespräch

im Anschluss an die Vorstellung | Besucherzentrum des SWR

Preise

24 Euro / 12 Euro

SWR Studio 5


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