Theater der Stadt Aalen

Heisenberg

von Simon Stephens

Wie viele Leute trifft man täglich am Bahnhof, beim Einkaufen? Wie viele davon nimmt man wirklich wahr? Und mit wie vielen kommt man ins Gespräch? – Eine Frau nähert sich einem Mann. Sie spricht ihn nicht an. Sie küsst ihn in den Nacken. Als Georgie in Alex Leben tritt, weiß keiner von beiden, wie sich Ihre zufällige Begegnung entwickeln wird. Er hat seit Jahren einen genauen Plan für sein Leben, ja für jeden Tag seines Lebens. Sie erfindet sich ständig neu. Ähnlich sind sie sich nur in ihrer Einsamkeit. Doch genauso schnell wie man sich ein Bild von den Beiden macht, lassen sie einen an dieser Einschätzung wieder zweifeln: Sie erweist sich als planvoller, als sie am Anfang erscheint. Er überrascht mit Eigenschaften und Vorlieben, die man einem „Gewohnheits-Monster“ wie ihm nicht zugetraut hätte.

„Heisenberg“ ist die Geschichte einer unwahrscheinlichen Liebe, die Autor Simon Stephens humorvoll, aber mit Tiefgang erzählt. „Titelheld“ Werner Heisenberg, Physiker und Nobelpreisträger, wird dabei an keiner Stelle erwähnt, doch seine Theorie der Unschärferelation schwingt mit in dem, was auf der Bühne passiert: „Wenn man etwas intensiv genug beobachtet, begreift man, dass man unmöglich sagen kann, wohin es sich bewegt und wie schnell es dorthin gelangt… Ich habe ihn ständig beobachtet. Er hat mich vollkommen überrascht.“

Presse

„Annette Wolf ist mit dem Bühnenaufbau ein großer Wurf gelungen. Das drehbare Stahlgestell ist Bahnhof, Restaurant, Fleischerküche und Bett und nimmt nach der Pause – wie das Stück – richtig Fahrt auf. Mit Schwung rast das Stück Richtung stürmisches Ende. Ein glückliches, ein optimistisches, ein schönes Ende. Oder, um’s mit Georgie zu sagen: ‚Als wäre die Welt voller Wunder!‘“ Aalener Nachrichten

„Regisseur Tonio Kleinknecht lässt dafür die Schauspieler nah an der Lebenswirklichkeit agieren, um hinter Schweigen und Wortschwall Hoffen und Träumen zu offenbaren. Eine geschickte Dramaturgie (Tina Brüggemann) sorgt für den Spannungsbogen, den Annette Wolf auf der Bühne mit einem Karussell bebildert.“ Schwäbische Post

Regie

Tonio Kleinknecht

Ausstattung

Annette Wolf

Assistenz

Klara Sandmann

Dramaturgie

Tina Brüggemann

Besetzung

Bernd Tauber
Diana Wolf

Einführung

halbe Stunde vor Beginn | Besucherzentrum des SWR

 

Nachgespräch

im Anschluss an die Vorstellung | Besucherzentrum des SWR

 

Information

Bei diesem Stück gibt es eine Pause.

Preise

24 Euro / 12 Euro

SWR Studio 5


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